24. Dezember 2009

Fotos von erstaunlichen Dingen

Also, mit einem Handy, und sei es auch noch so schick, was meins definitiv ist, kann man ja nun wirklich keine anspruchsvollen Hochglanzfotos kreieren. Aber ein Versuch isses ja immer noch wert. Und könstlerisch ist es ja auch irgendwie vielleicht eventuell wahrscheinlich eher nicht aber dafür liebenswert oder zumindest auf eine Weise wenigstens ein bißchen interessant.



 Es gibt zwei Dinge, bei denen ich immer wieder bedauere, dass es so beknackt wirkt, wenn man sie tut und dass mir dieses nicht egal ist: Bäume umarmen und Häuser küssen. Bei den Häusern ist das nicht so schlimm, wenn die Architektin vielleicht zugegen ist, oder einfach irgendeine Architektin, aber bei der Bäumeumarmgeschichte wirds schon schwieriger. Alleine wenn ich das schreibe, sehe ich, wie manche denken, oahr, jetzt ist sie völlig hinüber und schließt sich so einer Hippiesekte an. Nee ey. Die haben mir nicht genug Stil. Zurück zum Bild. Hier seht ihr das schöne Museum Louisiana in Dänemark nördlich von Kopenhagen direkt am Meer. Dieser Ort ist so voll gestopft von Kunst und Herz und Raum, da kann man es gut ein paar Minuten aushalten. Wenn man sowas mag. Wenn man eher auf Autorennen steht, ist es dort wahrscheinlich sehr langweilig. Mir ging jedoch das Herz auf, als ich mitten in einer Wohnsiedlung dieses ehemalige Sommerhaus sah mit dieser bourlesquen Leuchtschrift. Das Haus heißt übrigens so nach den drei Ehefrauen des Vorbesitzers Knud Brun, die alle Louise hießen. Eine komische Art der Romantik, ist es nicht?

 

Das hier ist in Høje Taastrup. Da bin ich manchmal umgestiegen, wenn ich auf dem Weg von Trekroner nach Hause war. Hier seht ihr das berühmt berüchtigte Nordlicht. Es geht grade unter und ist darum eigentlich grade Westlicht, aber weil Dänemark im Norden liegt, ist da immer Nordlicht. Schön, oder? Und was machen die Leute? Steigen in den Zug. Echt mal.

Jetzt kommt die wirklich richtige Sensation:




Wer hat es auf Anhieb erkannt? Das Foto ist ein kleines bißchen dunkel geworden, aber ich denke, für Kenner sowie Experten wird immer noch deutlich genug, dass es sich hier um einen original Fluxkompensator der zweiten Generation handelt. Ruckelt ein bißchen zwischen den Jahren, läuft aber ansonsten einwandfrei und zuverlässig. Der Kiosk in meiner Straße hat wohl trotzdem auf ein neueres Modell gewechselt und darum landete dieses schöne Gerät kurzzeitig auf der Strasse. Ich habe noch überlegt, ob ich ihn mitnehme, aber von Zeitreisen bekomme ich immer Sodbrennen, darum ist der Spaß dabei für mich nicht so groß.


Das hier ist bei mir an der Uni. Der erste Frost hat sich an diesem Tag wie eine dünne Decke über das ganze Land gelegt. Mir biss er in die Wangen und machte, dass meine müden Augen ein wenig tränten, aber ich war ihm nicht böse. War viel zu kalt für Böshaftigkeiten. ha! Die Uni, dieses ganze Gelände, sieht übrigens auch ein wenig wie eine Badeferienanlage aus. Seht selbst!


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