Diesen Artikel vom spiegel, den mein Kumpel C verlinkte, finde ich aus mehreren Gründen total schön! Wie einige von euch, die mich kennen, wissen, bin ich mit mathematischen Fähigkeiten am unteren Durchschnittsbereich gesegnet. Komplizierte Rechenexperimente verlieren mich bereits bei dem ersten ∆ oder π oder was weiß ich. Für den von mir angestrebten Beruf sei das nicht so wichtig, dachte ich auch immer und erntete damit oftmals besorgte Blicke, die sagen wollten: Mathematik ist immer wichtig, sie macht dich zu einem kompletteren Menschen und wenn du keine Kurvendiskussion führen kannst, ist es mit deinen Debattenskills jawohl auch nicht so weit...
Pah! Wenn jemand von einem "klaren Votum" spricht und damit meint, 77% bei einer Wahlbeteiligung von 42% antworten auf die Suggestivfrage, ob sie gerne möchten, dass der "Stadtteil |...| mit Ikea 'nachhaltig belebt und attraktiver' werde", mit Ja, dann, meine lieben Freunde, sieht das doch so aus, als bräuchte ich nicht einmal mehr die Fähigkeit, gerade aus zu gucken, um eine glückliche Journalistin zu werden!
"Klares Votum in Hamburg"? Da sieht man mal, wie sehr man in der Hansestadt an Nebel gewöhnt ist.
Einziger Nachteil ist halt, dass ich keinen Bock hätte, so zu arbeiten und eigentlich voll gerne gerade aus gucke und offenbar bereits überqualifiziert bin, weil ich weiß, dass 77% von 42% nur 32,34 % der gesamten Bevölkerung sind. Und ich hätte auch noch mal gefragt, in welchem zeitlichen Rahmen die Umfrage denn geführt worden ist, denn eine Wahlbeteiligung unter 50%? Auch für Stadtteilfragen nicht besonders viel.
Mann, ey. Das bringt doch alles keinen Spaß mehr.
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